Im Advent 2005

Liebe Freunde der Erneuerung!

Gott hat Deutschland gesegnet!
Wir alle konnten es spüren, sehen, hören, anfassen. Gott ist am Werk und wir dürfen Zeugen dieser Bewegung sein. Am Herausragensten war sicher der Weltjugendtag mit mehr als 1 Mio Teilnehmern am Abschlussgottesdienst auf dem Marienfeld.
Auch wenn es hier und da organisatorisch mangelte, haben die vielen Jugendlichen den WJT “gemacht.” Mit ihrer freudigen Teilnahme und ihren Tänzen, Gesängen und Gebeten haben sie den Herrn in unserer Mitte aufstrahlen lassen. Jesus hat ein lächelndes und freundliches Gesicht!

Die DVD “CrossCulture” wurde höchstwahrscheinlich von ca. 80.000 Jugendlichen gesehen. Ein Teil des Videos kam als Vorfilm im Kinofilm “Star Wars.” Vergelt’s Gott für alle, die geholfen haben, dieses Projekt zu verbreiten und zu finanzieren!

Mit unserer Musikband “Bronx Brothers” konnten wir auf dem Weg nach Köln vielen Tausenden mit Musik Freude am Glauben vermitteln. Insgesamt hatten wir 15 Konzerte (vom Brauhaus, Marktplätzen und Kirchen bis hin zu Discotheken und riesigen Bühnen). Wenn wir Brüder zusammenkommen, sind unsere Erinnerungen immer noch frisch und lebendig. Was hat Jesus nicht Grossartiges mitten unter uns getan?

Gott hat Deutschland gesegnet!
Der Papst, der Mitte April gewählt wurde, ist ein deutsches Superhirn mit Herz. Das hat Papst Benedikt XVI. während des WJTes in Köln gezeigt. Beim Seminaristentreffen konnte ich ihn ganz nah erleben. Er hatte sich viel Zeit gelassen und vielen von unseren Brüdern die Hand gereicht. Gleichzeitig riefen wir: “Wir lieben Dich!”, was die Brüder schnell gelernt hatten. Nach unserem verstorbenen Papst Johannes Paul dem Grossen hat Gott einen begabten Lehrer der Kirche erwählt, der das Volk Gottes in die Tiefen des Glaubens führen wird.

Der WJT war noch nicht ganz zu ende, da sind 30 Brüder schon in einen Bus gesprungen, der uns nach Assisi und Rom brachte. Dort erlebten wir eine wunderbare Zeit. Nachdem ich eine Woche länger in Rom wegen Visa-Schwierigkeiten bleiben musste, began mein 7. Semester. Auch konnte meine dritte Bronzestatue, der Hl. Josef, fertig gestellt werden. So Gott will, könnte ich im April 2006 als Diakon geweiht werden. Bitte weiterhin kräftig beten!!!

Somit könnte ich beim nächsten Heimatbesuch schon das Evangelium als Diakon verkünden. Unfassbar! Die Verkündigung des Glaubens in Deutschland liegt mir ganz besonders auf dem Herzen. Wir alle müssen Jesus wieder ganz neu kennenlernen und entdecken! Wir brauchen vor allem eine moralische Erneuerung – noch bevor einer ökonomischen. Letztlich ist alles ein spirituelles Problem! Es geht um die Beziehung zwischen uns selbst , Gott und unserem Nächsten. Der eigentliche Reichtum eines Landes sind die Menschen, die darin wohnen. In Pirna, meiner Heimatstadt, stehen viele neurenovierte Wohnungen leer, weil es einfach nicht die Menschen mehr gibt. Hab’ Mut zum Mensch! Menschen sind nicht das Problem, sondern die Lösung!

Gott will Deutschland segnen!
Wir haben viel zu geben: Wir erlebten auf unserer Reise durch deutsche Lande eine überwältigende Gastfreundschaft. Viele unserer Brüder waren mit verschiedenen Gruppen unterwegs. Alle waren voll des Lobes über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Deutschen. Ja- Deutschland hat viel zu geben! Zur Zeit ist Reinhard und sein Tischlerbetrieb hier, um in einem unserer Klöster ca. 250 Fenster einzubauen. Die Brüder können es einfach nicht glauben, dass es heute noch diese Qualität und Berufsehre gibt. Danke Reinhard und Team!

Gott wird Deutschland segnen!
Die Erneuerung braucht mehr, als einen deutschen Papst und einen Weltjugendtag. Die Bundeswahl mit ihrem Chaos ist trotz allem ein Anfang. Vielleicht brauchen wir sogar noch mehr Unsicherheit, bis wir ganz sicher sind, dass es nur in Gott Sicherheit geben kann. Lassen wir Jesus wieder in unsere Wohnungen, unseren Schulen und Institutionen, Parteien, Krankenhäusern und Forschungslabore! Lernen wir durch Seine Menschwerdung, was es heisst, Mensch zu werden. Haben wir keine Angst vor der unbekannten Zukunft – noch vor einem uns unbekannten Jesus! Nehmen wir in dem Kind von Betlehem die Kinder an, die Gott uns noch schenken will!

Wir haben oft unsere Konzerte mit dem Lied: “We have a hope in Jesus” (Wir haben eine Hoffnung in Jesus) beendet. Wir hoffen nicht auf irgendwas, sondern auf Gott und Sein Wirken! Dann werden wir erfahren, dass Gott unser Land, unsere Stadt, Freunde und Familien und uns selbst segnet. Mir klingt das Lied: “Komm, Herr, segne uns”, noch in den Ohren.
Maranatha Immanuel – Komm, Herr Jesus!

Ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2006 wünscht -


Bruder Paulus-Maria von Pirna, CFR.